Beschuss-Sicherheit
In sicherheitsrelevanten Bereichen von Gebäuden, wie Sparkassen und Banken, Militärgebäuden, Verwaltungsgebäuden u.a., werden an die einzelnen Bauteile hohe Anforderungen bzgl. der Beschuss-Sicherheit gestellt. Aufgrund wiederholter Anfragen aus der Praxis wurde die Beschuss-Sicherheit von KS-Wänden vom Beschuss-Amt in Ulm untersucht.
Die Prüfungen erfolgen nach den Prüfungsbedingungen für den Beschuss angriffhemmender Stoffe des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg. Dabei werden nach DIN EN 1522 sieben Beanspruchungsarten für die Beschuss-Prüfungen zu Grunde gelegt. Durch die Beurteilung des Beschuss-Bildes auf der Rückseite der Prüfwand: kein Durchschuss in Verbindung mit „Splitterabgang (S)“ oder „kein Splitterabgang (NS)“ ergeben sich 14 Widerstandsklassen:
• FB1 NS bis FB7 NS
• FB1 S bis FB7 S
Die Ergebnisse der Beschussprüfungen sind in nachfolgender Tafel wiedergegeben. Für KS-Mauerwerk in Dünnbettmörtel, ohne Putz, ohne Stoßfugenvermörtelung wurden die Beschuss-Klassen erreicht:
• FB1 NS bis FB4 NS mit 11,5 cm
• FB5 NS und FB6 NS mit 15 cm
• FB7 NS mit 24 cm
Somit können in Bereichen, in denen hohe Anforderungen an die Beschuss-Sicherheit gestellt werden, wirtschaftliche und schlanke Wandkonstruktionen aus Kalksandstein eingesetzt werden. Zum Nachweis liegen Prüfzeugnisse vor, die auch in die bundesweit gültige Beschuss-Liste des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg aufgenommen wurden.

Weitere Informationen finden Sie unter:
Spezielle Anwendungsbereiche
Fachbuch Planung - Konstruktion - Ausführung (PKA)
Kapitel 16
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